„Icke“

Ich bin 1985 als Kind zweier Psychologen in Berlin Pankow zur Welt gekommen. Aufgewachsen bin ich in einem ruhigen Berliner Vorort umgeben von Wald und Wasser, aber mein Zuhause war immer in Berlin. Schon als Schüler war ich ein Beobachter, interessierte mich für Menschen in all ihren Facetten, in den verschiedensten sozialen Lagen, bewegten mich einzelne Schicksale und allgemeine gesellschaftliche Missstände. Mein Interesse an Medien und Büchern führte mich erst über den Buchhandel zum Buchdruck, ehe ich mich schließlich in der Photographie ganz wiederfand. Genau hier vereinten sich meine unvoreingenommene Neugierde, meine Lust an Bewegung und die Möglichkeit, mich gesellschaftlich einzubringen. Die Photoreportage war mein Einstieg und bleibt eine Herzensangelegenheit von mir. Grundsätzlich steht der Mensch bei mir im Fokus, jeden Alters, jeder Herkunft, in jeglichen Lebenslagen.

„Gegen das Licht“

Meine erste Berührung mit einem Photoapparat war mit etwa neun Jahren bei einem Familienurlaub an der Ostsee. Ich war fasziniert von der Sonne und fotografierte die Landschaft im prallen Gegenlicht! Meine Eltern meinten gleich: „Man fotografiert nicht gegen’s Licht! Das wird nie was!“ Sie sollten nicht recht behalten, die Fotos waren gelungen, meine Eltern eines besseren belehrt und meine Neugierde damit endgültig geweckt.

Gegen das Licht fotografiere ich noch heute gern. Ich arbeite bevorzugt draußen und suche das Beste aus dem zu machen, was mir zur Verfügung steht – ob Licht, Hintergründe oder Umgebung. Jeder Shoot ist etwas völlig Neues und es entstehen Bilder von sehr individuellem Charakter. Diese vielbeschworene Individualität muss man nicht herstellen, es genügt einfach die Menschen sein zu lassen, wie sie sind.